04 February 2026, 05:03

Münchner Sicherheitskonferenz 2024: Noch nie waren so viele Spitzenpolitiker versammelt

Ein Mann in Sakko, Krawatte und Hemd steht an einem Rednerpult mit einem Mikrofon, flankiert von zwei Fahnen und einem Banner mit Text und einer Karte im Hintergrund.

Ischinger verspricht 'Sicherheitskonferenz der Superlative' - Münchner Sicherheitskonferenz 2024: Noch nie waren so viele Spitzenpolitiker versammelt

Münchner Sicherheitskonferenz 2024 bricht Teilnehmerrekord

Die Münchner Sicherheitskonferenz 2024 wird voraussichtlich alle bisherigen Besucherzahlen übertreffen – noch nie zuvor haben sich so viele globale Führungspersönlichkeiten zu dem Treffen in München versammelt. Über 65 Staats- und Regierungschefs haben ihre Teilnahme bestätigt, ein deutlicher Anstieg gegenüber 42 im Vorjahr. Die Veranstalter führen den Zuwachs auf die eskalierenden Spannungen durch die Konflikte in der Ukraine, im Nahen Osten sowie die allgemeine geopolitische Instabilität zurück.

In diesem Jahr wird mit dem US-Außenminister Marco Rubio ein hochrangiger Vertreter der Vereinigten Staaten anreisen, der die Rolle von Vizepräsident J.D. Vance übernimmt, der 2023 die USA vertreten hatte. Begleitet wird er von mehr als 50 Senatoren und Abgeordneten des Repräsentantenhauses, die an den Diskussionen teilnehmen werden. Russlands Führung bleibt hingegen abwesend – ein deutliches Zeichen für die anhaltende diplomatische Eiszeit.

Mit 98 Außen- und Verteidigungsministern – gegenüber 87 im Vorjahr – erreicht auch diese Gruppe einen neuen Höchststand. Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) wird erstmals auf der Konferenz in München auftreten und dort die Sicherheitsprioritäten seiner Regierung darlegen. Trotz des anhaltenden Krieges mit Russland hat auch der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj seine Teilnahme zugesagt.

Konferenzleiter Wolfgang Ischinger rief zu einem "Erwachen Europas" auf und forderte die Verantwortlichen auf, über bloße Rhetorik hinauszugehen und klare Entscheidungen zu treffen. Angesichts wachsender transatlantischer Spannungen und globaler Sicherheitsbedrohungen betonte er die Dringlichkeit konkreter Maßnahmen.

An der diesjährigen Konferenz in München nehmen Vertreter aus rund 55 Ländern teil – ein deutlicher Anstieg im Vergleich zu den Vorjahren. Mit den dominierenden Themen Ukraine-Krieg und Nahost-Konflikt werden die Debatten vor allem den akuten Sicherheitsherausforderungen gelten. Die Ergebnisse des Treffens könnten in den kommenden Monaten wegweisend für die politische Agenda werden.