17 March 2026, 04:12

Nach 20 Jahren schließt Box – Der Preiskönig seine letzten Filialen in Bayern

Schwarz-Weiß-Anzeige für einen Friedländer-Laden in Deutschland, die ein Gebäude mit Text auf der Fassade zeigt.

Nach 20 Jahren schließt Box – Der Preiskönig seine letzten Filialen in Bayern

Nach mehr als 20 Jahren im Geschäft schließt die bayerische Einzelhandelskette Box – Der Preiskönig ihre letzten beiden Filialen. Die Standorte in Traunstein und Bad Reichenhall werden endgültig geschlossen, wodurch rund 60 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz verlieren. Das Unternehmen, das einst als Anlaufstelle für günstige Haushaltswaren und Geschenke galt, hatte mit steigenden Kosten und veränderten Einkaufsgewohnheiten zu kämpfen.

Box – Der Preiskönig eröffnete 2000 seine erste Filiale in Erlstätt, Oberbayern. Auf dem Höhepunkt seines Erfolgs wuchs die Kette auf 13 Geschäfte an und bot preiswerte Wohnaccessoires, Dekorationen und kleine Geschenke an. Doch die Konkurrenz durch den Onlinehandel erwies sich als zu stark.

Geschäftsführer Anderl Knorr-Gulde nannte das rasante Wachstum des E-Commerce als Hauptgrund für den Niedergang. Die Online-Umsätze in Deutschland sind stark gestiegen – allein in Hessen wurde für 2025 ein Anstieg von 14,5 Prozent verzeichnet. Während einige stationäre Branchen, wie etwa Sportartikelhändler, Zuwächse verbuchen konnten, hatten andere – darunter auch Discountläden wie Box – mit größeren Herausforderungen zu kämpfen.

Die Mitarbeiter wurden bereits im September über die Schließung informiert; ihre Verträge enden aufgrund der betrieblichen Schwierigkeiten. Explodierende Kosten, Fachkräftemangel und bürokratische Hürden verschärften die Lage zusätzlich. Die Schließung steht exemplarisch für einen breiteren Trend, da viele kleine und mittlere deutsche Einzelhändler mit ähnlichen Problemen ringen.

Das Ende von Box – Der Preiskönig markiert das Aus einer Ära für eine Kette, die einst Kundinnen und Kunden in ganz Bayern bediente. Angesichts der fortschreitenden Umwälzung des Einzelhandels durch den Onlinehandel steht die Zukunft traditioneller Geschäfte mit günstigen Waren auf dem Spiel. Der Verlust von 60 Arbeitsplätzen unterstreicht zudem die anhaltenden Auswirkungen auf die lokale Beschäftigung.

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