02 January 2026, 04:24

Nathalie Armbruster: Vom Weltcup-Triumph zur olympischen Enttäuschung 2026

Sechs Menschen, zwei Frauen und vier Männer, die einen Pokal halten und lächeln, posieren für ein Foto vor einem Eisenzaun, mit einer Wand und einem Zaun oben rechts, Menschen und Lichter im Hintergrund, möglicherweise in einem Stadion.

Nathalie Armbruster: Vom Weltcup-Triumph zur olympischen Enttäuschung 2026

Nathalie Armbruster ist ein aufstrebender Stern im Nordischen Kombinierten – einer Sportart, die Skispringen und Skilanglauf vereint. Mit nur 19 Jahren hat sie bereits Weltcup-Siege, den Gesamt-Weltcup-Pokal und eine WM-Medaille errungen. Doch ihr Weg zu den Olympischen Spielen 2026 in Mailand-Cortina steht vor einem großen Hindernis: Frauenwettbewerbe im Nordischen Kombinierten werden dort nicht ausgetragen.

Armbrusters Laufbahn begann früh. Mit vier Jahren stand sie erstmals auf Skiern, mit acht entdeckte sie das Skispringen für sich und wechselte bald zur Nordischen Kombination. Der Talentscout Klaus Faiß erkannte ihr Potenzial und führte sie an ein strukturiertes Training heran.

Schon mit 17 schrieb sie Geschichte. 2023 holte Armbruster bei den Weltmeisterschaften in Planica Silber und wurde als erste Deutsche im Weltcup von Seefeld siegreich. Die Saison 2025 überbot dies noch: Drei Weltcup-Siege und der Gewinn des Gesamt-Weltcup-Pokals krönten ihre Leistungen. Doch das Jahr brachte auch Herausforderungen. Nach dem Abitur trat sie dem Sportförderprogramm der Bundeswehr bei, um sich voll auf das Training konzentrieren zu können. In Ramsau brach sie jedoch während eines Rennens zusammen – ihr Körper habe plötzlich "abgeschaltet", beschrieb sie es später. Der Rückschlag minderte jedoch nicht ihren Willen. Nun, zu Beginn des Jahres 2026, feiert sie mit einer Sammlung von Glücksschweinchen-Anhängern – ein symbolträchtiger Akt, denn trotz der olympischen Enttäuschung bleibt ihr Optimismus ungebrochen. Die Streichung der Frauenwettbewerbe in Mailand-Cortina hat ihre Hoffnungen auf ein Debüt dort zunichtegemacht.

Armbruster hat in der Nordischen Kombination bereits Grenzen gesprengt. Mit Weltcup-Titeln, dem Gesamt-Weltcup-Pokal und der Unterstützung durch die Bundeswehr treibt sie ihre Karriere weiter voran. Der Ausschluss ihrer Disziplin von den Spielen 2026 lenkt ihren Fokus nun auf künftige Wettbewerbe – und die bleiben zahlreich.