26 January 2026, 22:36

Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – warum das Konus-Ticket jetzt fällt

Ein gelbes Plakat, das ein Konzert in Berlin, Deutschland, ankündigt, mit dem Text "Konzert Halban-Kurz".

Neubulach streicht kostenlosen Nahverkehr für Touristen – warum das Konus-Ticket jetzt fällt

Neubulach beendet kostenloses ÖPNV-Angebot für Touristen zum Jahresende

Der Gemeinderat von Neubulach hat einstimmig beschlossen, die Teilnahme am Konus-Ticket-Programm zum 31. Dezember zu beenden. Damit entfällt für Besucher die Möglichkeit, Busse und Bahnen in der Region ohne zusätzliche Kosten zu nutzen. Der Schritt folgt auf jahrelange geringe Nachfrage und die Einführung des günstigeren Deutschlandtickets als bundesweite Alternative.

Die Gemeinde hatte das Konus-Ticket über Jahre hinweg mitfinanziert und jährlich mehrere tausend Euro investiert. 2023 beliefen sich die Kosten auf rund 7.300 Euro bei knapp 15.000 Übernachtungen, 2024 stiegen sie auf etwa 9.500 Euro bei fast 19.000 Übernachtungen. Doch die Resonanz blieb minimal: Nur zwölf Tickets wurden 2023 ausgestellt, 2024 waren es gerade einmal fünf.

Die Entscheidung fiel in einer Sitzung, in der der stellvertretende Bürgermeister Lars Dannenmann für die erkrankte Amtsinhaberin Petra Schupp einsprang. Als Hauptgrund für die Abschaffung nannten die Verantwortlichen das Deutschlandticket, das als preiswerte bundesweite ÖPNV-Flatrate eine praktikablere Lösung bietet. Da die meisten Neubulach-Touristen ohnehin mit dem Auto anreisen, sei das nationale Ticket für die wenigen Nutzer des öffentlichen Verkehrs die sinnvollere Option. Das Konus-Ticket hatte Gästen bisher kostenfreie Fahrten in Bussen und Zügen der Region ermöglicht. Angesichts der geringen Nachfrage und der günstigeren Alternative sah der Gemeinderat jedoch keine Rechtfertigung mehr für die Fortführung des Programms.

Offiziell endet das Angebot am 31. Dezember. Touristen erhalten dann keine kostenlosen Fahrscheine mehr, können aber weiterhin auf das Deutschlandticket zurückgreifen. Die Entscheidung des Rates spiegelt sowohl die geringe Nutzung des Konus-Tickets als auch den Trend zu einer kostengünstigeren, bundesweiten Lösung wider.