Neuer R51-Diesel mit über 50 Prozent erneuerbaren Komponenten entwickelt
Lotta SchulteNeuer R51-Diesel mit über 50 Prozent erneuerbaren Komponenten entwickelt
Forscher der Hochschule Coburg haben einen neuen Dieselkraftstoff mit einem Anteil von über 50 Prozent erneuerbaren Komponenten entwickelt. Der als R51 bezeichnete Sprit baut auf dem Erfolg von R33 auf – einer vor über zehn Jahren eingeführten Innovation mit 33 Prozent erneuerbarem Anteil. Tests bestätigen, dass der Kraftstoff strenge Abgasnormen erfüllt und gleichzeitig die Motorleistung erhält.
Das Projekt begann mit R33-Diesel, einer Mischung aus 7 Prozent Biodiesel und 26 Prozent hydriertem Pflanzenöl (HVO, nach dem englischen Hydrotreated Vegetable Oil). Unter der Leitung von Professor Dr. Markus Jakob erweiterte das Team das Konzept und entwickelte daraus R51. Die neuere Variante enthält 10 Prozent Biodiesel sowie zusätzliche 41 Prozent HVO und übersteigt damit die Hälfte an erneuerbaren Bestandteilen.
In Praxisversuchen wurde R51 mit B10-Diesel (10 Prozent Biodiesel) und herkömmlichen Kraftstoffen verglichen. Alle Varianten hielten im WLTP-Prüfzyklus die Grenzwerte der Euro-6d-Abgasnorm ein. Auch die Verdünnung des Motoröls blieb bei den verschiedenen Mischungen konstant – negative Auswirkungen gab es nicht.
Die Studie ergab zudem, dass die Kraftstoffstabilität die Branchenanforderungen bei Weitem übertrifft. Dies deutet darauf hin, dass der modulare Ansatz zuverlässig den Anteil erneuerbarer Komponenten erhöhen kann, ohne Leistung oder Emissionen zu beeinträchtigen.
Die Ergebnisse beweisen, dass R51-Diesel herkömmliche Kraftstoffe in modernen Motoren ersetzen kann. Dank des hohen Anteils an erneuerbaren Rohstoffen und der Einhaltung der Abgasvorschriften bietet er einen praktischen Schritt hin zu einer nachhaltigeren Mobilität. Die Forschung der Hochschule Coburg ebnet den Weg für eine breitere Einführung umweltfreundlicher Dieselalternativen.






