06 May 2026, 08:30

Neues Cybersicherheits-Programm startet mit Google-Unterstützung an der TU München

Logo des United States Army Cyber Center of Excellence, Fort Eisenhower, mit einem blauen Kreis mit einem weißen Stern und der Inschrift "Forge and Project Cyber Power" darunter in fetter schwarzer Schrift.

Neues Cybersicherheits-Programm startet mit Google-Unterstützung an der TU München

In Deutschland ist ein neues Ausbildungsprogramm für Cybersicherheit gestartet, unterstützt von Google.org und der Technischen Universität München (TU München). Die Initiative zielt darauf ab, die wachsende Bedrohung durch Cyberangriffe zu bekämpfen und gleichzeitig den akuten Fachkräftemangel in der Branche zu beheben. Mit einer Förderung von bis zu einer Million US-Dollar wird das Programm Studierende ausbilden und gefährdete Organisationen im ganzen Land schützen.

Die Partnerschaft kommt zu einer Zeit, in der Cyberbedrohungen stark zunehmen. Eine Bitkom-Studie aus dem Jahr 2024 ergab, dass 81 Prozent der deutschen Unternehmen im vergangenen Jahr von Cybersicherheitsvorfällen betroffen waren. Weitere 10 Prozent vermuteten, Ziel von Angriffen gewesen zu sein, konnten dies jedoch nicht bestätigen.

Die TU München ist die einzige deutsche Universität, die für das globale Programm ausgewählt wurde, an dem weltweit über 20 Einrichtungen teilnehmen. Der 15-Millionen-Dollar-Fonds von Google.org wird die Ausbildung an diesen Universitäten fördern, wobei München einen eigenen Anteil von bis zu einer Million US-Dollar erhält.

Mehr als 200 Studierende werden am Programm teilnehmen und praktische Erfahrungen in realen Cybersicherheits-Herausforderungen sammeln. Wieland Holfelder, Googles Münchner Standortleiter, betonte den dringenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in diesem Bereich. Die Initiative plant zudem, über 250 Unternehmen und gemeinnützige Organisationen, die von Cyberangriffen bedroht sind, mit praktischen Schutzmaßnahmen zu unterstützen.

Durch die Kombination von Ausbildung und direkter Unterstützung für Organisationen soll das Programm die Abwehrkräfte Deutschlands gegen digitale Bedrohungen stärken. Die Studierenden werden ihre Fähigkeiten in Echtzeit-Szenarien anwenden, während Unternehmen und gemeinnützige Einrichtungen dringend benötigtes Know-how erhalten, um ihre Systeme abzusichern.

Das Ausbildungsprogramm startet umgehend und stellt sowohl Studierenden als auch gefährdeten Organisationen wichtige Ressourcen im Bereich Cybersicherheit zur Verfügung. Da die Mehrheit der deutschen Unternehmen von Cybervorfällen betroffen ist, soll die Initiative Risiken verringern und eine widerstandsfähigere digitale Infrastruktur aufbauen. In der ersten Phase werden voraussichtlich über 200 Studierende und 250 Organisationen von dem Programm profitieren.

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