Nobelpreisträger und Opernstars kämpfen gemeinsam für den Lateinunterricht
Lotta SchulteNobelpreisträger und Opernstars kämpfen gemeinsam für den Lateinunterricht
Eine vielbeachtete Petition zur Bewahrung des Lateinunterrichts gewinnt an Fahrtwind – unterstützt von drei Nobelpreisträgern und prominenten Kulturpersönlichkeiten. Unterdessen feierte die Hamburger Staatsoper die Weltpremiere von Monsters Paradise, einer mutigen neuen Oper der Komponistin Olga Neuwirth und der Schriftstellerin Elfriede Jelinek, die sich ebenfalls für die Latein-Kampagne engagieren.
Die als "operngrotesk" beschriebene Oper Monsters Paradise erntete bei ihrer Uraufführung in der Hamburger Staatsoper begeisterte Reaktionen. Unter der Regie von Tobias Kratzer und mit dem Bühnenbild von Rainer Sellmaier glänzt der Bariton Georg Nigl in der Rolle des gefräßigen "König-Präsidenten". Das Werk wurde vom Intendanten der Oper in Auftrag gegeben und markiert den Beginn seiner Amtszeit.
Neuwirth und Jelinek, die kreativen Köpfe hinter der Oper, zählen zu den prominenten Unterzeichnern der Petition Latein ist kein Luxus – es ist Bildung. Weitere Unterstützer sind der Nobelpreisträger Peter Handke, der Physiker Anton Zeilinger sowie ein breites Bündnis aus Medizinern, Theaterstars und politischen Persönlichkeiten. Die auf aufstehn.at unterzeichbare Petition plädiert für die Fortführung des Lateinunterrichts an Schulen.
Auch Georg Nigl, der 2025 mit dem Österreichischen Musiktheaterpreis als "Sänger des Jahres" ausgezeichnet wurde, schloss sich der Initiative an. Die Überschneidung zwischen den Machern der Oper und den Befürwortern der Petition unterstreicht das kulturelle Gewicht beider Vorhaben.
Der Start der Petition fällt mit der erfolgreichen Premiere von Monsters Paradise zusammen und lenkt die Aufmerksamkeit auf künstlerische wie bildungspolitische Anliegen. Mit Unterschriften von Nobelpreisträgern, preisgekrönten Künstlern und öffentlichen Intellektuellen betont die Kampagne die anhaltende Bedeutung von Latein in der modernen Bildung. Die Petition bleibt auf aufstehn.at für weitere Unterstützung geöffnet.