Nürnberger Gericht verurteilt Unternehmerin wegen jahrelanger Lohnvorenthaltung und Sozialbetrugs
Philipp LangeNürnberger Gericht verurteilt Unternehmerin wegen jahrelanger Lohnvorenthaltung und Sozialbetrugs
Ein Nürnberger Amtsgericht hat ein rechtskräftiges Urteil gegen die Inhaberin eines Telekommunikationsdienstleisters aus Mittelfranken gefällt. Die Frau wurde in allen Anklagepunkten schuldig gesprochen: Lohnvorenthaltung, Untreue und Sozialversicherungsbetrug über einen Zeitraum von fünf Jahren. Nun muss sie ein Bußgeld in Höhe von 18.000 Euro zahlen, nachdem sie Mitarbeiter und Behörden um zehntausende Euro betrogen hatte.
Die Angeklagte, die zugleich Geschäftsführerin eines zweiten Unternehmens war, hielt ihren Angestellten systematisch Löhne vor. Über fünf Jahre hinweg behielt sie Gehälter ein, statt sie auszuzahlen. Die Ermittler deckten 193 einzelne Fälle von Lohnvorenthaltung und Untreue auf.
Um die Machenschaften zu vertuschen, behauptete sie fälschlicherweise, einige Beschäftigte würden zusätzliche Minijobs ausüben. Durch diese Täuschung umging sie die korrekte Anmeldung der Mitarbeiter bei der Sozialversicherung. Dadurch entstanden den Versicherungsträgern Ausfälle in Höhe von rund 59.000 Euro an nicht gezahlten Beiträgen.
Das Gericht verhängte 360 Tagessätze zu je 50 Euro, was eine Gesamtstrafe von 18.000 Euro ergibt. Das Urteil ist nun rechtskräftig und schließt das Verfahren gegen die Unternehmerin ab.
Die Entscheidung bestätigt die Schuld der Angeklagten in allen Vorwürfen, darunter Lohnvorenthaltung, Untreue und Versicherungsbetrug. Sie muss nun das Bußgeld von 18.000 Euro begleichen, während die Sozialversicherungsträger auf den ausstehenden 59.000 Euro sitzen bleiben. Der Fall zeigt die Folgen langjähriger finanzieller Täuschungen im Arbeitsverhältnis auf.






