Oktoberfest in München überraschend geschlossen – dann die Entwarnung
Philipp LangeOktoberfest in München überraschend geschlossen – dann die Entwarnung
Münchens Oktoberfest musste am Mittwochabend unerwartet schließen – und hinterließ Wirte und Schausteller in ungewöhnlicher Stille. Das sonst von Trubel erfüllte Festgelände verstummte, während Behörden die gesamte Fläche durchsuchten. Nach stundenlanger Ungewissheit gab Oberbürgermeister Dieter Reiter schließlich um 17:30 Uhr Entwarnung und eröffnete das Gelände wieder für Besucher.
Der plötzliche Stopp ließ viele Zeltbetreiber und Standinhaber in gespenstischer Ruhe zurück. Wiggerl Hagn, einst Wirt des Löwenbräu-Zelts, blieb im Bereich Hirschau und koordinierte von dort aus die Telefonkommunikation. Im Café Theres saß derweil Oliver Wendel – erst seit zwölf Tagen Wiesn-Wirt – allein in seinem Zelt und bot den Einsatzkräften während der Durchsuchung sogar Zimtschnecken an.
Claus Konrad, verantwortlich für die Rutschbahn-Attraktion, blieb mit einem einzigen Mitarbeiter zurück, um das Gelände nach verdächtigen Gegenständen abzusuchen – insbesondere nach auffälligen Rucksäcken. Otto Lindinger vom Bodo's Cafézelt berichtete unterdessen, dass die Aktion selbst weitgehend reibungslos verlief.
Die Anspannung hielt an, bis Reiter die Freigabe erteilte. Manfred Schauer, Betreiber der Schichtl-Attraktion, nahm die vorübergehende Schließung als notwendig hin und kündigte an, nach der Wiedereröffnung einfach weiterzumachen.
Am späten Nachmittag öffnete das Oktoberfest dann wieder seine Pforten. Trotz des Schocks über den Zwischenfall bereiteten sich Wirte und Schausteller darauf vor, die Gäste zurückzuempfangen. Der Vorfall unterstrich die Sicherheitsvorkehrungen des Festes – Details über den Einsatz von Rettungskräften blieben jedoch vorerst ungenannt.






