Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle polarisiert mit ihrem Bewegungs-Konzept für Kinder
Johanna PetersOlympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle polarisiert mit ihrem Bewegungs-Konzept für Kinder
Doppelte Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle entfacht Debatte über Kindererziehung mit ihrem Ansatz für mehr Bewegung
Die ehemalige Skilangläuferin und zweifache Olympiasiegerin Evi Sachenbacher-Stehle hat mit ihrer Herangehensweise, Kinder aktiv zu halten, eine Diskussion unter Eltern ausgelöst. Die fünfmalige Olympiamedaillengewinnerin und elfache Weltcup-Siegerin empfiehlt, Kinder das Skifahren beizubringen, um ihre Bildschirmzeit zu reduzieren. Ihre Vorschläge stoßen sowohl auf Zustimmung als auch auf Kritik – von Eltern wie von Fachleuten gleichermaßen.
Sachenbacher-Stehle, die selbst mit vier Jahren mit dem Skisport begann, betreibt heute in der Allgäu-Region gemeinsam mit ihrer Familie eine Skischule und Ferienwohnungen. Auf Instagram teilt sie regelmäßig Bilder ihrer kleinen Tochter beim Skifahren und wirbt für Outdoor-Aktivitäten als Alternative zu digitaler Unterhaltung.
Die Sportlerin argumentiert, dass Skifahren Kindern hilft, ihr Gleichgewichtsgefühl zu entwickeln und Langeweile vorzubeugen. Doch ihre Ratschläge werden nicht von allen geteilt. Kritiker verweisen auf die hohen Kosten von Wintersport, die ihn für viele Familien unerschwinglich machen. Andere schlagen vor, dass sommerliche Aktivitäten wie Radfahren ähnliche Vorteile bieten könnten – ohne die saisonalen Einschränkungen. Trotz der Kontroverse bleibt Sachenbacher-Stehle überzeugt: Outdoor-Sport, insbesondere Skifahren, bietet Kindern essenzielle Möglichkeiten für körperliche und geistige Entwicklung.
Die Debatte um ihre Erziehungsmethode hält an, wobei vor allem Kosten und Zugänglichkeit im Mittelpunkt stehen. Ihre Skischule im Allgäu spiegelt ihr lebenslanges Engagement für den Wintersport wider. Letztlich zeigt die Diskussion, wie schwierig es ist, Bildschirmzeit und körperliche Aktivität bei Kindern in Einklang zu bringen.