Passau vor Stichwahl: Wer folgt auf 18 Jahre SPD-Führung unter Dupper?
Emil KrügerPassau bekommt neuen Bürgermeister durch Stichwahl - Passau vor Stichwahl: Wer folgt auf 18 Jahre SPD-Führung unter Dupper?
Passaus langjähriger Oberbürgermeister Jürgen Dupper (SPD) kandidierte in diesem Jahr nicht mehr für eine Wiederwahl. Bei der diesjährigen Oberbürgermeisterwahl ging Andreas Rother, ebenfalls von der SPD, mit 33,7 Prozent der Stimmen früh in Führung. Da kein Kandidat die absolute Mehrheit erreichte, wird nun eine Stichwahl über die Nachfolge entscheiden.
Die Wahl markiert das Ende einer 18-jährigen SPD-geführten Ära in Passau. Jürgen Dupper, der das Amt seit 2008 innehatte, verzichtete auf eine weitere Amtszeit. Sein Rückzug öffnete das Rennen, in dem sich fünf Bewerber um das Amt bewarben.
Andreas Rother, der SPD-Kandidat, führte nach den vorläufigen Ergebnissen mit 33,7 Prozent der Stimmen. Armin Dickl (CSU) folgte mit 20,3 Prozent, während Holm Putzke (FDP) den dritten Platz belegte. Die Wahlbeteiligung lag bei 55,3 Prozent – leicht niedriger als in den Vorjahren.
Die politische Landschaft im Stadtrat hat sich im Laufe der Zeit gewandelt. Von 1996 bis 2020 verlor die CSU an Einfluss und schrumpfte von 18 auf nur noch 9 Sitze. Die SPD hielt sich dagegen stabil mit 10 bis 14 Mandaten. Kleinere Parteien, darunter die Grünen, gewannen an Boden, was nach 2008 zu einer stärker koalitionsbasierten Regierung führte.
Da kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhielt, wird die Stichwahl über den nächsten Passauer Oberbürgermeister entscheiden. Die SPD bleibt zwar eine starke Kraft, doch das Endergebnis hängt von den Wählerpräferenzen in der zweiten Runde ab. Die Wahl spiegelt das sich verändernde politische Kräfteverhältnis der Stadt wider, in der keine einzelne Partei mehr dominiert.