Pilotprojekt: Solaranlage an Münchner Staatsstraße liefert Strom für Verkehrstechnik
Johanna PetersPilotprojekt: Solaranlage an Münchner Staatsstraße liefert Strom für Verkehrstechnik
Neue Photovoltaikanlage an der Staatsstraße 2584 nahe dem Münchner Flughafen eingeweiht
An der Staatsstraße 2584, westlich des Flughafens München, wurde eine innovative Photovoltaikanlage in Betrieb genommen. Das Projekt markiert einen wichtigen Schritt bei der Erprobung von Solarstromerzeugung auf Verkehrsinfrastruktur. Hochrangige Vertreter nahmen an der Einweihung teil und betonten die Bedeutung des Vorhabens für die Klimaziele Bayerns.
Die Bauarbeiten für die Solaranlage begannen im September 2024. Die Anlage erstreckt sich über eine Länge von 35 Metern und bedeckt eine Fläche von etwa 1.100 Quadratmetern, wobei zusätzliche Module auf 135 Quadratmetern entlang der Südseite installiert wurden. Die Gesamtleistung wird auf 210 Kilowatt geschätzt; die Kosten belaufen sich auf rund 4,2 Millionen Euro.
Die Anlage speist Strom ins öffentliche Netz ein und versorgt gleichzeitig die lokale Infrastruktur. Notrufstationen, Verkehrszählungssysteme und Straßenleittechnik beziehen ihre Energie direkt aus der Solaranlage. Mit diesem Pilotprojekt soll geprüft werden, ob Solardächer auf Straßen praktisch umsetzbar und wirtschaftlich tragfähig sind.
Seit 2020 wurden in Deutschland keine vergleichbaren Projekte an Bundesstraßen oder Autobahnen realisiert. Frühere Initiativen blieben in der Planungsphase stecken oder betrafen andere Standorte, sodass es sich hier um einen der ersten Praxistests dieser Art handelt.
Das Vorhaben ist Teil des Bayerischen Klimaschutzprogramms. Es soll Daten zur Machbarkeit der Integration von Solarenergie in Straßennetze liefern. Bei Erfolg könnte das Modell auf weitere Infrastrukturstandorte in der Region ausgeweitet werden.






