Regensburg revolutioniert Großküchen mit Bio und Regionalität – dank Bundesprojekt
Philipp LangeRegensburg revolutioniert Großküchen mit Bio und Regionalität – dank Bundesprojekt
Neues Bundesprojekt Große Küchen! Regional. Bio. Regensburg gestartet
In Regensburg hat das neue Bundesprojekt Große Küchen! Regional. Bio. Regensburg seinen offiziellen Startschuss erhalten – mit dem Ziel, regionale und biologische Lebensmittel in der Gemeinschaftsverpflegung zu fördern. Die Initiative, die vollständig vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft (BMEL) finanziert wird, setzt sich für die Reduzierung von Lebensmittelverschwendung und eine transparente Lieferkette ein. Vertreter aus Kommunalpolitik und Wirtschaft trafen sich am 5. Februar 2026 zur feierlichen Eröffnung.
Das Projekt verbindet Stadt und Landkreis Regensburg, um die Beschaffung und Verwaltung von Lebensmitteln in öffentlichen Küchen grundlegend zu reformieren. Zwölf Großküchen erhalten konkrete Unterstützung – von Coachings und Workshops bis hin zu finanziellen Zuschüssen für die Bio-Zertifizierung. Zudem übernimmt die Stadt einen Teil der Kosten, um den Betrieben den Übergang zu nachhaltigeren Praktiken zu erleichtern.
Kern des Vorhabens ist die Bekämpfung von Lebensmittelverschwendung durch digitale Lösungen wie Lebensmittelscanner und eine neu entwickelte B2B-Plattform. Diese soll den Warenfluss effizienter steuern und die Abstimmung zwischen Erzeugern, Lieferanten und Küchenbetrieben verbessern. Gleichzeitig wird der Einsatz regionaler und biologischer Zutaten gefördert – erste Erfolge wie die Regensburger Bio-Pommes sind bereits Realität.
Regensburgs Oberbürgermeister Ludwig Artinger betonte, dass das Projekt die 2021 beschlossene Ausweitung von Bio- und Regionalprodukten in der Gemeinschaftsverpflegung konsequent umsetze. Landrätin Tanja Schweiger ergänzte, die Initiative leiste einen Beitrag zum Klimaschutz, stärke die regionale Wirtschaft und gebe Verbrauchern mehr Klarheit über die Herkunft ihrer Lebensmittel. Rund 100 Akteure – von Landwirten bis zu Küchenleitern – nahmen an der Auftaktveranstaltung teil, um über künftige Kooperationen zu diskutieren.
Die beteiligten Betriebe erhalten maßgeschneiderte Beratung zur Optimierung ihrer Lieferketten. Geplant sind zudem neue Produkte wie Kartoffelspezialitäten, Bio-Brühen und Saucen, die speziell auf die Bedürfnisse großer Küchen zugeschnitten sind.
Das Projekt Große Küchen! wird mit Bundesmitteln gefördert und konzentriert sich auf praktische Veränderungen in der Lebensmittelbeschaffung und Abfallvermeidung. Mit zwölf Großküchen, die bereits Unterstützung erhalten, soll langfristig ein Wandel in der Gemeinschaftsverpflegung angestoßen werden. Erste Erfolge wie die lokal produzierten Bio-Pommes zeigen, dass die Vernetzung regionaler Erzeuger mit öffentlichen Kantinen bereits Fortschritte macht.