10 January 2026, 18:33

RFK Jr. greift deutsche Corona-Politik scharf an – Vorwürfe gegen Behörden und Ärzteverfolgung

Ein Arzt in weißer Uniform erklärt eine CT-Scan-Maschine zwei Menschen in schwarzen Mänteln, die aufmerksam zuhören.

US-Außenminister kritisiert Deutschland wegen COVID-19-Verfahren - RFK Jr. greift deutsche Corona-Politik scharf an – Vorwürfe gegen Behörden und Ärzteverfolgung

US-Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. kritisiert Corona-Politik in Deutschland

Der US-amerikanische Gesundheitsminister Robert F. Kennedy Jr. hat die deutsche Regierung für ihren Umgang mit den COVID-19-Maßnahmen kritisiert. In einem Schreiben an Bundesgesundheitsministerin Nina Warken (SPD) warf er den Behörden vor, die Selbstbestimmung von Patienten zu untergraben und Ärzte zu verfolgen, die Impf- oder Maskenbefreiungen ausgestellt hätten.

Der Brief, der in sozialen Medien verbreitet wurde, enthielt zwar eine falsche Schreibweise von Warkens Nachnamen („Workin“), konzentrierte sich jedoch auf grundsätzliche Vorwürfe zu Strafverfolgungen und medizinischen Freiheitsrechten.

Kennedy behauptet darin, dass über 1.000 deutsche Ärzte und tausende ihrer Patienten wegen solcher Befreiungen von COVID-19-Impfungen und Maskenpflichten strafrechtlich verfolgt würden. Die Verfahren bezeichnete er als „politisch motiviert“ und forderte deren sofortige Einstellung.

Zudem behauptete er, dass Ärzten ungerechtfertigt die Approbation entzogen worden sei, und betonte, die Deutschen hätten ein Recht darauf, eigene Entscheidungen über ihre Gesundheit zu treffen. Obwohl er die demokratischen Werte Deutschlands anerkannte, warnte er, die aktuelle Politik gefährde dieses Erbe. Kennedy ging noch weiter und erklärte, die Kriminalisierung von Ärzten, die Patienten beraten, „überschreite eine Grenze, die freie Gesellschaften stets als unantastbar betrachtet haben“. Die Regierung mache Mediziner zu „Vollstreckern der Staatspolitik“ und verletze das „heilige Arzt-Patienten-Verhältnis“.

Tatsächlich gab es in Deutschland Verfahren wegen gefälschter Impfpässe und betrügerischer Befreiungen. Kennedys Schreiben enthält jedoch keine konkreten juristischen, wissenschaftlichen oder statistischen Belege für seine pauschalen Vorwürfe gegen die Regierung.

Der Brief fordert ein Ende der Strafverfolgung sowie die Wiederherstellung entzogener Approbationen. Kennedys Äußerungen spiegeln die anhaltende Debatte über medizinische Selbstbestimmung und staatliche Eingriffe in der Pandemiepolitik wider. Eine offizielle Reaktion der deutschen Behörden auf seine Forderungen steht bisher aus.