Rückfallquoten bei Gewalttaten: Große Unterschiede zwischen Nationalitäten in Deutschland
Lotta SchulteRückfallquoten bei Gewalttaten: Große Unterschiede zwischen Nationalitäten in Deutschland
Im Jahr 2025 Unter den ausländischen Tatverdächtigen standen 16,4 % der Tunesier im Verdacht, erneut eine Gewalttat begangen zu haben, während 6 % bereits dreimal beschuldigt wurden. Bei Syrern lag der Anteil der Verdächtigen mit einer zweiten Gewalttat bei über 10 %, bei 3 % gab es bereits drei Vorwürfe. Marokkaner folgten mit ähnlichen Werten: 15 % standen im Verdacht, eine zweite Tat begangen zu haben, 5,3 % eine dritte. Afghanische Tatverdächtige wiesen eine Rate von 10,7 % bei zweiten Straftaten und 2,4 % bei dritten auf. Ukrainische Verdächtige lagen mit 8,3 % bzw. 1,7 % deutlich niedriger.
Bei deutschen Staatsbürgern, die gewalttätiger Verbrechen verdächtigt wurden, lag der Anteil der Mehrfachverdächtigen bei 8,2 % für zweite Vorwürfe, 1,8 % für dritte und 0,8 % für vier bis fünf Vorfälle. Besonders Aufmerksamkeit erregte der Fall von Islam El M., einem in Deutschland geborenen, verurteilten Gruppenvergewaltiger, der während seines Prozesses einen Dolmetscher benötigte.
Der AfD-Abgeordnete Martin Hess bezeichnete die Situation als „inakzeptabel“. Er warf anderen Parteien vor, Ideologie über die öffentliche Sicherheit zu stellen, und behauptete, Deutschland sei zu einer „Komfortzone“ für gewaltbereite Straftäter geworden, die sich nicht integrieren wollten. Die Statistiken zeigen deutliche Unterschiede bei der Rückfallquote zwischen verschiedenen Nationalitäten. Zudem unterstreichen sie den Anteil nichtdeutscher Tatverdächtiger in Gewaltdelikten im Verhältnis zu ihrem Bevölkerungsanteil. Die politischen Debatten über die Konsequenzen dieser Zahlen dauern an.
