Rummenigge lobt Grimaldo und Gnabry – doch der Bundesliga fehlt der Top-Zehner
Johanna PetersRummenigge lobt Grimaldo und Gnabry – doch der Bundesliga fehlt der Top-Zehner
Der ehemalige Nationalspieler Michael Rummenigge hat sich zu der aktuellen Rangliste der Bundesliga-Spieler des kicker geäußert. Zwar stimmt er einigen Bewertungen zu, doch äußert er auch Bedenken hinsichtlich der aktuellen Situation der offensiven Mittelfeldspieler in der Liga. Seine Aussagen enthalten sowohl Lob für herausragende Leistungen als auch Appelle zur Verbesserung in zentralen Bereichen.
An der Spitze der Kategorie "Weltklasse" platzierte der kicker Alejandro Grimaldo von Bayer Leverkusen. Rummenigge unterstützt diese Entscheidung uneingeschränkt und würdigt die herausragenden Leistungen des Verteidigers in dieser Saison.
Auf dem zweiten Platz in derselben Kategorie folgt Serge Gnabry vom FC Bayern München. Rummenigge lobt die Fähigkeiten des Flügelspielers, stellt jedoch ein Muster fest: Gnabry zeige seine besten Leistungen oft dann, wenn sein Vertrag kurz vor dem Auslaufen stehe. Unter den jungen Talenten des FC Bayern schaffte es auch Lennart Karl in die "Weltklasse"-Rangliste. Rummenigge geht noch einen Schritt weiter und fordert Nationaltrainer Julian Nagelsmann auf, Karl in die Planungen für die WM 2026 einzubeziehen.
Für Borussia Dortmund wurden Julian Brandt und Karim Adeyemi als Spieler der "nationalen Klasse" eingestuft. Rummenigge erkennt ihr Talent an, betont jedoch, dass sie ihre Konstanz steigern müssten, um das nächste Level zu erreichen.
Besondere Aufmerksamkeit widmet Rummenigge der Position des "Zehners". Er stimmt dem kicker zu, dass der Bundesliga derzeit ein weltklasse offensives Mittelfeld fehlt. Ein Spieler, der präzise Vorlagen liefern könne, sei eine entscheidende Lücke im deutschen Fußball, so Rummenigge.
Seine Aussagen unterstreichen sowohl die Stärken als auch die Schwächen im aktuellen Kader der Bundesliga. Während Spieler wie Grimaldo und Gnabry Anerkennung erhalten, bleibt das Fehlen eines Top-Zehner-Spielers ein zentrales Diskussionsthema. Seine Vorschläge könnten künftige Personalentscheidungen auf Vereinsebene wie auch in der Nationalmannschaft beeinflussen.