Schwerer Arbeitsunfall in Schnaittach: Mann stürzt in Nickeltauchbad und erleidet lebensgefährliche Verbrennungen
Emil KrügerSchwerer Arbeitsunfall in Schnaittach: Mann stürzt in Nickeltauchbad und erleidet lebensgefährliche Verbrennungen
Bei einem Arbeitsunfall in einem Betrieb in Schnaittach hat ein 27-jähriger Mann lebensgefährliche Verletzungen erlitten. Der Vorfall ereignete sich in der Nähe eines Nickeltauchbads, wo der Arbeiter teilweise in das Becken stürzte und sich schwere Verbrennungen zuzog. Nun ermitteln die Behörden, um die Ursache des Unfalls zu klären.
Der Unfall passierte während Arbeiten an einer Nickelgalvanik-Anlage. Der Mann stürzte in das Bad und setzte sich dabei gefährlichen Chemikalien aus, wodurch er schwerste Verbrennungen erlitt. Kollegen leisteten sofort Erste Hilfe, bis der Rettungsdienst eintraf.
Der Verletzte wurde mit einem Rettungshubschrauber in ein Krankenhaus geflogen, wo er notfallmedizinisch versorgt wird. Die Ermittlungen werden von der Spezialeinheit für Kapitaldelikte der Polizei Schwabach geleitet, wie die Behörden bestätigten.
Für Nickelgalvanik-Prozesse gelten in Deutschland strenge Sicherheitsvorschriften. Dazu zählen lokale Absaugungen, Schutzausrüstung wie Handschuhe und Atemschutzmasken sowie regelmäßige Kontrollen der Nickelkonzentration in der Luft. Die Einhaltung der Technischen Regeln für Gefahrstoffe (TRGS) und der Betriebsicherheitsverordnung (BetrSichV) ist verpflichtend – insbesondere regelt die TRGS 505 den Umgang mit Nickelstaub und löslichen Nickelverbindungen.
Die Ermittler prüfen nun, ob zum Zeitpunkt des Unfalls alle Sicherheitsmaßnahmen korrekt eingehalten wurden. Der Mann befindet sich weiterhin mit schweren Verletzungen im Krankenhaus, während die Behörden die genauen Umstände des Vorfalls aufklären.






