01 January 2026, 06:42

Skispringen-Affäre: Warum Manuel Fettners Bindungen für Zündstoff bei der Vierschanzentournee sorgen

Menschen in Pullovern auf dem Eis mit einem Seilbahn, Bergen und einem bewölkten Himmel im Hintergrund.

"Kein guter Weg": Geiger spricht über Betrugsvorwürfe - Skispringen-Affäre: Warum Manuel Fettners Bindungen für Zündstoff bei der Vierschanzentournee sorgen

Österreichs Skispringer Manuel Fettner gerät wegen seiner Ausrüstung bei der Vierschanzentournee in die Kritik

Die norwegische Zeitung Dagbladet hatte die Bindungen des Athleten als "verdächtig" und "selbstgebastelt" bezeichnet – Vorwürfe, die später sowohl von der Internationalen Skiverband (FIS) als auch von Mitkonkurrenten zurückgewiesen wurden.

Die Kontroverse begann Ende Dezember 2025, als Dagbladet andeutete, Fettners Bindungen könnten gegen die Regeln verstoßen. Die FIS stellte jedoch klar, dass das gleiche Modell seit fast einem Jahrzehnt zugelassen sei.

Der deutsche Skispringer Karl Geiger kritisierte die norwegischen Medien scharf, da sie Fettner ohne Belege angreifen würden. Philipp Raimund, ein weiterer deutscher Spitzenathlet, bezeichnete die Vorwürfe als "psychologische Spielchen", die den Wettbewerb stören sollten. Fettner selbst wies jede Schuld von sich und betonte, seine Ausrüstung entspreche voll und ganz den Vorschriften. Die Anschuldigungen hätten seine Konzentration nicht beeinträchtigt, so der Österreicher.

Der aktuelle Streit folgt auf einen früheren Skandal um das norwegische Team: Weniger als ein Jahr zuvor, bei der WM 2025 in Trondheim, waren norwegische Springer mit manipulierten Anzügen erwischt worden, in denen versteifte Bänder eingenäht waren. Der Vorfall führte zu Strafen und warf Fragen zur Chancengleichheit im Sport auf.

Die FIS bestätigte inzwischen, dass Fettners Bindungen allen Regularien entsprechen, und beendete damit die Debatte um ihre Legalität. Die Affäre unterstreicht die anhaltenden Spannungen im Skispringen – besonders nach den jüngsten Regelverstößen Norwegens. Athleten fordern seitdem eine fairere Berichterstattung und weniger Spekulationen während der Wettbewerbe.