14 January 2026, 14:39

Škoda überholt BMW und wird zweitstärkste E-Auto-Marke Deutschlands

Ein Plakat, das Fiat-Autos bewirbt und zwei Autos zeigt, eines blau und eines rot, mit Text darauf.

Skoda verdrängt BMW vom zweiten Platz auf dem Markt für Elektroautos - Škoda überholt BMW und wird zweitstärkste E-Auto-Marke Deutschlands

Škoda überholt BMW und wird zur zweitgrößten E-Auto-Marke Deutschlands

In den ersten neun Monaten des Jahres 2024 hat Škoda BMW überholt und ist zur zweitgrößten Marke für Elektroautos in Deutschland aufgestiegen. Der Aufstieg folgt auf starke Verkaufszahlen von Modellen wie dem Enyaq, während Volkswagen seine Führungsposition behauptet. Gleichzeitig haben massive Rabatte die Preislücke zwischen Elektro- und Verbrennerfahrzeugen verringert.

Volkswagen bleibt mit 75.998 verkauften rein elektrischen Fahrzeugen in diesem Jahr unangefochtener Marktführer in Deutschland. Die Modelle Škoda Enyaq und VW ID.4/ID.5 liegen nun knapp hinter Teslas Model Y auf den Plätzen der beliebtesten E-Autos.

Škoda kletterte mit 34.567 verkauften Elektrofahrzeugen auf den zweiten Platz und überholte BMW knapp, das 34.436 Einheiten absetzte. Tesla überraschte im September mit einer Erholung und stieg in den Monatsverkäufen auf Rang drei – hinter VW und Škoda.

Rabatte haben maßgeblich zur Steigerung der Nachfrage beigetragen: Die Online-Preise der 20 meistverkauften E-Modelle liegen im Schnitt 18,4 Prozent unter den Listenpreisen. Dadurch haben sich die Kosten für Elektroautos denen von Benzin- und Dieselmodellen weiter angenähert.

Auch der chinesische Hersteller BYD drängt auf den deutschen Markt und hält mit 7.146 Verkäufen einen Marktanteil von 1,9 Prozent. Doch die Marke sieht sich einem harten Wettbewerb durch etablierte Konkurrenten gegenüber. Branchenexperte Ferdinand Dudenhöffer stellt infrage, ob Teslas jüngste Erfolge von Dauer sein werden, und bezeichnet die langfristige Position des Unternehmens als ungewiss.

Aktuell diskutiert die Bundesregierung ein mögliches Verbot für die Neuzulassung von Verbrennern ab 2030. Der Vorschlag ist Teil der Klimapolitik-Beratungen beim Autogipfel.

Während Volkswagen den Markt weiterhin anführt, zeigen Škodas Wachstum und Teslas Comeback im September, wie dynamisch der Wettbewerb ist. Angesichts rabattgetriebener Verkäufe und eines drohenden Verbrenner-Aus ab 2030 bleibt die deutsche E-Auto-Branche in Bewegung. Die kommenden Monate werden zeigen, ob Tesla und BYD sich gegen die europäischen Marken behaupten können.