Südzucker sichert Zuckerrübenanbau mit neuen Verträgen und Hilfsmaßnahmen
Lotta SchulteSüdzucker sichert Zuckerrübenanbau mit neuen Verträgen und Hilfsmaßnahmen
Südzucker stärkt Engagement im Zuckerrübenanbau trotz Marktherausforderungen
Trotz schwieriger Marktbedingungen bekräftigt die Südzucker AG ihr Engagement für den Rübenanbau. Das Unternehmen hat neue Verträge und Hilfsmittel eingeführt, um Landwirte zu unterstützen und gleichzeitig die finanzielle Stabilität zu wahren. Mit diesen Maßnahmen soll die Zukunft des Rübenanbaus in Süddeutschland gesichert werden.
Zucker bleibt ein zentraler Bestandteil des Südzucker-Geschäfts und trägt etwa 40 Prozent zum Umsatz bei. Die übrigen Erlöse stammen aus anderen Sparten, die Preisschwankungen auf dem Zuckermarkt abfedern. Aktuell belasten niedrige Weltmarktpreise für Zucker die Erzeuger und schmälern deren Planungssicherheit.
Um die Landwirte zu entlasten, hat Südzucker individuelle Verträge mit Mindestpreisgarantien abgeschlossen. Dr. Stefan Streng, der den Prozess verantwortet, sorgt dafür, dass diese Vereinbarungen die Interessen von Aktionären und Rübenbauern gleichermaßen berücksichtigen. Ziel ist es, den Anbau langfristig rentabel und nachhaltig zu gestalten.
Zusätzlich hat das Unternehmen ein Maßnahmenpaket zur Verbesserung der Erntegesundheit entwickelt. Dazu gehören optimierte Fruchtfolgen, Schädlingsbekämpfung und Überwachungssysteme, um Blattflöhe und Infektionen einzudämmen. Notfallzulassungen für bestimmte Behandlungsmethoden, die vom Bundeslandwirtschaftsminister unterstützt werden, bleiben mindestens bis 2026 gültig.
Südzucker lehnt das Mercosur-Handelsabkommen im Zuckersektor ab. Die Vereinbarung würde Brasilien zollfreie Exporte nach Europa ermöglichen und damit den Wettbewerb für heimische Erzeuger verschärfen. Dennoch plant das Unternehmen keine Schließung von Standorten in Süddeutschland. Stattdessen bleibt die Zuckerrübe ein strategischer Schwerpunkt.
Die Anbauflächen in Südbayern hängen von den individuellen Entscheidungen der Landwirte ab. Seit der letzten Anpassungsrunde gab es keine größeren Veränderungen, und Südzucker drängt nicht auf zwangsweise Reduzierungen.
Mit einer Kombination aus fairen Verträgen, landwirtschaftlichen Hilfsmitteln und Handelswiderstand schützt Südzucker die Rübenbauern. Das diversifizierte Geschäftsmodell hilft dem Konzern, Marktschwankungen zu bewältigen, während die Zuckerproduktion wirtschaftlich tragfähig bleibt. Der Fokus liegt weiterhin auf der Unterstützung der Landwirte und der Aufrechterhaltung der Standorte in Süddeutschland.






