01 May 2026, 04:16

"Take Back the Night" in Berlin: Tausende demonstrieren gegen Hass und Diskriminierung

Eine Gruppe von Menschen marschiert die Straße entlang, hölt eine rosa Banner mit der Aufschrift 'Frauenmarsch in Berlin', wobei einige Mötze und Schutzbrillen tragen und andere Fahnen halten, vor dem Hintergrund von Bäumen, Fahrzeugen und Himmel.

"Take Back the Night" in Berlin: Tausende demonstrieren gegen Hass und Diskriminierung

Über 2.000 Menschen nahmen an der jährlichen "Take Back the Night"-Demonstration in Berlin-Kreuzberg am Vorabend des 1. Mai teil. Die Veranstaltung, die für ihren entschiedenen Einsatz gegen Rassismus, Queerfeindlichkeit und Frauenhass bekannt ist, zählte laut Polizeiberichten etwa 2.600 Teilnehmer:innen.

Die Kundgebung startete am Kottbusser Damm und zog durch die Straßen, bevor sie auf der Köpenicker Straße endete. Die Anwesenden machten ihre Botschaft unmissverständlich klar: "Es ist an der Zeit, unsere Wut zu kanalisieren und uns gegen rassistische, queerfeindliche und frauenverachtende Belästigung auf unseren Straßen zu wehren – und gegen die patriarchale Gesellschaft, die sie erst möglich macht. Wir weigern uns, uns anzupassen; stattdessen holen wir uns zurück, was uns rechtmäßig gehört."

Die Stimmung blieb den ganzen Abend über angespannt. Vereinzelt kam es zu Vorfällen, bei denen Feuerwerkskörper gezündet und Gegenstände auf Polizist:innen geworfen wurden. Vier Fälle von Sachbeschädigung wurden gemeldet, darunter an Privatfahrzeugen und Polizeifahrzeugen. Eine Person wurde wegen Beleidigung einer Beamtin festgenommen.

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Die Organisator:innen beschlossen, die Demonstration etwa zehn Minuten früher als geplant zu beenden. Unterdessen waren rund 1.800 Polizist:innen am Donnerstag und in der Walpurgisnacht in ganz Berlin im Einsatz, um die Ordnung aufrechtzuerhalten.

Die Kundgebung endete ohne größere Eskalation, auch wenn die Spannungen spürbar blieben. Die Polizei bestätigte leichte Sachbeschädigungen und eine Festnahme. Die Veranstaltung unterstrich erneut ihre langjährige Forderung nach sichereren Straßen und mehr Widerstand gegen strukturelle Diskriminierung.

Quelle