Tausende demonstrieren in München beim sechsten Marsch für das Leben
Philipp LangeTausende demonstrieren in München beim sechsten Marsch für das Leben
Tausende Menschen gingen am Samstag in München bei der sechsten jährlichen Marsch für das Leben-Demonstration auf die Straße. Die von Lebensschutzorganisationen organisierte Veranstaltung zog Schätzungen zufolge zwischen 4.500 und 7.000 Teilnehmer an, die sich für einen besseren Schutz ungeborener Kinder einsetzten. Gleichzeitig versammelten sich Gegenprotestler, was zu kurzen Unterbrechungen während der Kundgebung führte.
Der Marsch begann friedlich, wobei die Teilnehmer für eine "Kultur des Lebens" warben und sich gegen Abtreibung aussprachen. Silja Fichtner, Vorsitzende der Initiative Stimme der Ungeborenen, betonte die Notwendigkeit, das Leben von der Empfängnis bis zum natürlichen Tod zu schützen. Mehrere römisch-katholische Bischöfe übermittelten zudem Solidaritätsbekundungen für die Sache.
An einer Stelle blockierten etwa 1.500 Gegenprotestler eine Straße und brachten den Marsch für rund 45 Minuten zum Stehen. Die Polizei beobachtete die Lage, meldete jedoch keine größeren Zwischenfälle. Die Veranstalter bestätigten später, dass der nächste Marsch für das Leben am 19. September sowohl in Berlin als auch in Köln stattfinden wird.
Die Demonstration war bereits das sechste Mal, dass München Gastgeber des Marsches für das Leben war. Während Organisatoren und Polizei unterschiedliche Angaben zu den Teilnehmerzahlen machten, unterstrich die Kundgebung die anhaltenden Debatten um das Thema Abtreibung. Die nächsten Versammlungen sind nun für zwei deutsche Großstädte im September geplant.






