12 February 2026, 06:24

Uli Hoeneß und die Machtfrage beim FC Bayern: Wird der Ehrenpräsident zum Problem?

Ein Abzeichen mit der Nummer 85, das das Logo der bayerischen Fußballmannschaft darstellt, mit deutschem Text unten.

Uli Hoeneß und die Machtfrage beim FC Bayern: Wird der Ehrenpräsident zum Problem?

Uli Hoeneß, der Ehrenpräsident von FC Bayern München, hat mit jüngsten Äußerungen über Sportdirektor Max Eberl eine neue Debatte innerhalb des Vereins ausgelöst. Die langjährige Schlüsselfigur, die den Erfolg von FC Bayern München über Jahrzehnte prägte, sieht sich nun Fragen zu ihrer Rolle und ihrem Einfluss ausgesetzt. Seine Kommentare haben sogar Spekulationen über einen möglichen Rückzug aus den Vereinsgeschäften befeuert.

Hoeneß, der seit November 2019 Ehrenpräsident ist, wies Vorwürfe zurück, er und Karl-Heinz Rummenigge würden sich zu sehr in den Tagesbetrieb von FC Bayern einmischen. Stattdessen betont er, sie griffen nur ein, wenn die Ausrichtung des Vereins nicht ihrer Vision entspreche. Er sehe sich selbst als Ratgeber und Erfahrungsträger, nicht als Hindernis für neue Führungsstrukturen.

Seine Haltung stößt innerhalb des Vereins auf Kritik. Der ehemalige Bayern-Torwart Sepp Maier forderte Hoeneß auf, sich zurückzuziehen, und argumentierte, dieser könne nicht loslassen und mische sich nach wie vor in alles ein. Dennoch beteuert Hoeneß, er wolle die nächste Generation von FC Bayern unterstützen und einen reibungslosen Übergang sichern.

Zwischen 1979 und 2009 spielte Hoeneß als Manager, Präsident und später als Aufsichtsratsvorsitzender eine zentrale Rolle beim Aufstieg von FC Bayern München. Nun deutet er an, sich möglicherweise zurückzuziehen, falls der Verein dies für sinnvoll halte. Sollte es dazu kommen, wolle er sich friedlich in sein Haus am Tegernsee zurückziehen, so Hoeneß.

Die Diskussionen wurden durch seine jüngsten Aussagen zu Eberl angeheizt, die die Debatte über die zukünftige Führung von FC Bayern München weiter anfachen. Hoeneß betont, sein Ziel sei es, die Entscheidungsgremien des Vereins zu stärken – nicht zu blockieren.

Seine Äußerungen haben die Diskussionen über seinen Einfluss bei FC Bayern München neu entfacht. Während er seine Einmischung als notwendige Begleitung darstellt, werfen Kritiker ihm vor, damit den Fortschritt zu bremsen. Vorerst bleibt seine künftige Rolle ungewiss – der Verein muss abwägen zwischen seinem jahrzehntelangen Erfahrungsschatz und den Forderungen nach einem klareren Schnitt zur Vergangenheit.