03 May 2026, 10:13

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – NATO berät über Folgen

Eingang zum US-Strategischen Luftstreitkräfte-Hauptquartier in Europa mit einer amerikanischen Flagge, einer Wand mit Text und Logos, Bänken, gerahmten Fotos, einer Texttafel, beleuchteter Decke und einer Tür im Hintergrund.

USA ziehen 5.000 Soldaten aus Deutschland ab – NATO berät über Folgen

Die USA haben Pläne bekannt gegeben, 5.000 Soldaten aus Deutschland abziehen zu wollen – einen Schritt, den Beamte als lange erwartet bezeichnen. Bundesverteidigungsminister Boris Pistorius nannte die Entscheidung „vorhersehbar“, während die NATO weiterhin über Zeitplan und Logistik berät. Der Abzug soll in den kommenden sechs bis zwölf Monaten erfolgen und markiert eine Verschiebung der US-militärischen Präsenz in Europa.

Am 1. Mai 2023 bestätigten die USA, ihre Truppenzahl in Deutschland um 5.000 Soldaten zu verringern. Derzeit sind etwa 38.000 US-Soldatinnen und -Soldaten im Land stationiert, darunter wichtige Kommandostandorte für Einsätze in Europa und Afrika. Pistorius betonte, die Truppenreduzierung stehe im Einklang mit übergeordneten strategischen Anpassungen, diene aber weiterhin den gemeinsamen Interessen beider Nationen.

NATO-Vertreter stimmen sich derzeit mit US-Behörden ab, um den Abzugsprozess final zu gestalten. Gleichzeitig hat Deutschland eigene Pläne zur Aufstockung der Bundeswehr vorgestellt: Die Truppe soll von 185.000 auf 260.000 Soldatinnen und Soldaten wachsen. Kritiker halten diese Erhöhung jedoch für unzureichend und fordern eine noch größere Streitmacht.

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Unabhängig davon übt Bundeskanzler Friedrich Merz Kritik an den USA wegen deren Umgang mit den Spannungen im Iran. Washington fehle eine klare Exit-Strategie für die Region, so Merz.

Der Abzug der US-Truppen wird schrittweise erfolgen und soll innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Deutschlands Reaktion umfasst eine deutliche Aufstockung der eigenen Streitkräfte, was veränderte Verteidigungsprioritäten widerspiegelt. Die laufenden NATO-Gespräche mit den USA werden zeigen, wie sich die Reduzierung auf die transatlantische Sicherheitszusammenarbeit auswirkt.

Quelle