22 March 2026, 22:14

V2G-Durchbruch: Wie Deutschland bis 2029 bidirektionales Laden flächendeckend einführen will

Liniengraph, der den Anstieg der Batterieelektrofahrzeugverkäufe in Australien zeigt, mit begleitendem erklärendem Text.

V2G-Durchbruch: Wie Deutschland bis 2029 bidirektionales Laden flächendeckend einführen will

Eine neue Studie des Münchner Forschungsinstituts für Energiewirtschaft (FfE) skizziert zentrale Maßnahmen, um die Vehicle-to-Grid-Technologie (V2G) in Deutschland zu beschleunigen. Der Bericht, der in Zusammenarbeit mit BMW, Mercedes-Benz und Netzbetreibern erarbeitet wurde, zielt darauf ab, das bidirektionale Laden bis 2029 flächendeckend verfügbar zu machen. Eine der schnellsten vorgeschlagenen Maßnahmen ist die Abschaffung der Stromsteuer für V2G-Modelle bereits in der ersten Hälfte des Jahres 2026.

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Die Studie betont, dass alle 878 deutschen Verteilnetzbetreiber einheitliche technische Anschlussregeln für das bidirektionale Wechselstromladen einführen müssen. Dazu gehören die Aktualisierung der Netzanschlussbedingungen (NAB) gemäß §10 der NAB-Richtlinie, die Einhaltung der Technischen Anschlussregeln (TAE-NAB) sowie die Umsetzung des Standards VDE-AR-N 4105. Zudem wäre eine einheitliche Auslegung durch die Bundesnetzagentur erforderlich, um regionale Unterschiede zu vermeiden.

Um die finanzielle Belastung zu verringern, schlägt der Bericht dynamische Preismodelle für Netzdienstleistungen oder flexible Anschlussvereinbarungen vor. Dies würde die Kosten für Einspeisegebühren senken. Eine weitere Empfehlung ist die Einrichtung großflächiger Testzonen für netzdienliche Dienstleistungen, die Anerkennung von Redispatch-Kosten sowie die beschleunigte Einführung intelligenter Zähler.

Ein konkreter Schritt ist die geplante Kooperation von BMW und Eon, die ab 2026 V2G-Verträge für Kund:innen des neuen BMW iX3 anbieten wollen. Teilnehmer:innen könnten bis zu 720 Euro jährlich verdienen, indem sie den Zugriff auf die Fahrzeugbatterie zur Netzstabilisierung ermöglichen.

Die vorgeschlagenen Änderungen sollen die V2G-Technologie in den deutschen Energienetzen standardisieren. Die Abschaffung der Stromsteuer und finanzielle Anreize könnten das bidirektionale Laden attraktiver machen. Bei Umsetzung würden diese Schritte den Weg für eine breitere Einführung bis zum Ende des Jahrzehnts ebnen.

Quelle