Valeo schließt Werk in Bad Neustadt – 143 Jobs gestrichen, Gewerkschaften empört
Johanna PetersValeo schließt Standort in Bad Neustadt - Valeo schließt Werk in Bad Neustadt – 143 Jobs gestrichen, Gewerkschaften empört
Valeo schließt Werk in Bad Neustadt – Empörung über Entlassung von 143 Mitarbeitern
Der französische Automobilzulieferer Valeo stellt seinen Standort in Bad Neustadt ein – eine Entscheidung, die bei Belegschaft und Gewerkschaften auf scharfe Kritik stößt. Mindestens 143 Arbeitsplätze fallen weg, nur 40 Beschäftigte erhalten die Möglichkeit, in das Entwicklungszentrum des Unternehmens nach Erlangen zu wechseln. Lokale Gewerkschaftsvertreter verurteilen die Schließung als Verrat an den verbleibenden Mitarbeitern.
Noch vor einigen Jahren beschäftigte das Werk über 500 Menschen, doch zu Jahresbeginn war die Belegschaft bereits auf 183 geschrumpft. Valeo begründet die Stilllegung mit schwierigen Branchenbedingungen und dem harten internationalen Wettbewerb. Das Unternehmen will seine Abläufe effizienter gestalten, indem es Produktionsschritte an größere Standorte verlagert und das Entwicklungszentrum in Erlangen ausbaut.
Reiner Gehring von der IG Metall bezeichnete die Schließung als "Skandal" und warf Valeo vor, sich aus der Verantwortung zu stehlen. Der Konzern habe sich geweigert, gemeinsam mit den Arbeitnehmervertretern nach Alternativen für die Belegschaft zu suchen. Jessica Reichert, stellvertretende Vorsitzende des Betriebsrats, nannte die Nachricht "verheerend" und warnte vor den Folgen für die Zukunft der Betroffenen. Ein genauer Zeitplan für die Schließung steht noch aus, doch der Großteil der Maßnahmen soll noch in diesem Jahr umgesetzt werden.
Am Ende verlieren 143 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz, während 40 von ihnen möglicherweise nach Erlangen versetzt werden. Die Entscheidung fällt nach Jahren des Personalabbaus: Die Belegschaft war von einst über 500 auf nur noch 183 Mitarbeiter geschrumpft. Die Gewerkschaften kritisieren weiterhin scharf, wie das Unternehmen mit der Situation umgeht.