Velberts Karneval bricht mit Tradition: Prinzessin Valeria regiert allein
Lotta SchulteVelberts Karneval bricht mit Tradition: Prinzessin Valeria regiert allein
Velberts jährliche Karnevalsfeiern fanden in diesem Jahr mit einer auffälligen Lücke statt. Zum ersten Mal in jüngerer Erinnerung meldete sich kein Junge, um die Rolle des Prinzen zu übernehmen. Stattdessen empfing Prinzessin Valeria die Erste die Ehrengäste allein – ein Bruch mit der Tradition für das lokale Fest.
Die örtliche Karnevalsgesellschaft Große Velberter hat zunehmend Schwierigkeiten, Jungen zu finden, die bereit sind, die Prinzenrolle zu übernehmen. In diesem Jahr blieb Prinzessin Valeria, die seit ihrem dritten Lebensjahr dabei ist, als einzige Vertreterin des Jugendhofstaats zurück. Trotz des fehlenden Prinzen traten dennoch dreizehn Kinderpaare als Prinz und Prinzessin auf, ergänzt um ein Jugend-Triumvirat.
Prinzessin Valeria stand mit einem Saxophon-Solo und einem Tanzauftritt im Mittelpunkt. Ihr Engagement unterstrich den Kontrast zwischen der sinkenden Zahl von Jungen in führenden Rollen und den vielen Mädchen in den Tanzgruppen. Die Gesellschaft hat noch nicht geklärt, wie sich dieser Trend auf künftige Feiern auswirken könnte.
Das Fehlen eines Prinzen in diesem Jahr verdeutlicht eine größere Herausforderung für Velberts Karnevalstraditionen. Da immer weniger Jungen Schlüsselrollen übernehmen, müssen die Veranstalter möglicherweise überdenken, wie sie junge Mitglieder einbinden. Vorerst gehen die Feierlichkeiten weiter – doch das Ungleichgewicht zwischen Prinzen und Prinzessinnen bleibt ein Gesprächsthema.