Verbraucherschützer warnen: Gefährliche Produkte fluten weiterhin Online-Plattformen
Lotta SchulteVerbraucherschützer warnen: Gefährliche Produkte fluten weiterhin Online-Plattformen
Verbraucherzentrale Bundesverband fordert schärfere Kontrollen für gefährliche Online-Produkte
Eine aktuelle Auswertung von EU-Daten zeigt erhebliche Lücken bei der Verhinderung unsicherer Produkte auf Online-Plattformen. Der Verbraucherzentrale Bundesverband (vzbv) drängt nun auf strengere Maßnahmen, um gefährliche Artikel von vornherein zu blockieren.
Der vzbv analysierte die EU-Datenbank zu Produktentfernungen durch Online-Marktplätze. Allein im November 2025 löschten die fünf größten deutschen Shopping-Plattformen fast 70 Millionen Angebote. Davon wurden 30 Millionen als „unsicher“ oder „verboten“ eingestuft.
Doch die Studie deckte auf, dass der Abgleich zwischen der EU-Datenbank und den Plattformen unvollständig bleibt. Dadurch gelangen weiterhin zahlreiche gefährliche Produkte durch die Kontrollen. Der vzbv fordert nun wirksamere präventive Maßnahmen, um unsichere Artikel bereits vor der Veröffentlichung zu stoppen.
Die Ergebnisse unterstreichen ein anhaltendes Problem: Gefährliche Waren erreichen weiterhin Verbraucher:innen. Angesichts von Millionen gelöschter unsicherer Angebote pro Monat besteht der vzbv darauf, dass Plattformen mehr tun müssen, um solche Produkte bereits im Vorfeld zu sperren. Die Organisation plädiert für automatisierte Systeme, die verhindern, dass solche Artikel überhaupt beworben werden können.






