Weiberfastnacht startet trotz Regen und Wind die Karnevalssaison im Rheinland
Lotta SchulteNasser Karneval-Auftakt in den Rheinfestungen - Weiberfastnacht startet trotz Regen und Wind die Karnevalssaison im Rheinland
Weiberfastnacht im Rheinland eröffnet die Karnevalssaison – trotz Regen und Wind
Im gesamten Rheinland hat die Weiberfastnacht begonnen und bringt lebendige Traditionen auf die Straßen von Köln, Düsseldorf und Bonn. Trotz nasskaltem und windigem Wetter versammeln sich zehntausende Jecken, um den Auftakt der närrischen Saison zu feiern. Zu den Bräuchen gehören symbolische Rathausstürme sowie bewährte Rituale wie Wangenküsschen und das gemeinsame Schunkeln zur Musik.
In Köln startete das Treiben um 11:11 Uhr am Alter Markt, wo das Dreigestirn aus Prinz, Bauer und Jungfrau die Feierlichkeiten offiziell eröffnete. An Weiberfastnacht übernehmen Frauen spielerisch die Macht – unter anderem durch den Sturm auf die Rathäuser. Traditionen wie das Bützen – freundschaftliche Küsschen auf die Wange – und das Schunkeln – das Arm-in-Arm-Schaukeln zur Musik – prägen das Straßenbild zum Karnevalsauftakt.
Unterdessen werden in Düsseldorf die Möhnen – die Karnevals-"Nonnen" – den Oberbürgermeister in einer scheinernen Festnahme "entführen" und so für weitere theatralische Momente sorgen. In Bonn wiederum führen die Beueler Wäscherinnen ihren traditionellen "Angriff" durch und halten damit die ortstypischen Bräuche lebendig.
Das Wetter spielt jedoch nicht mit: Am Donnerstag liegen die Temperaturen zwischen 8 und 11 Grad, dazu gibt es bewölkten Himmel und Schauer. Auch Freitag und Samstag bleibt es unbeständig mit gelegentlichen Schneeflocken und böigen Winden. Erst am Sonntag könnte sich kurz die Sonne zeigen.
Trotz des durchwachsenen Wetters gehen die Feiern am Wochenende weiter. Die Weiberfastnacht markiert den offiziellen Start der Straßenfeste, die bis Aschermittwoch andauern. Die Jecken sind bereit, Wind und Wetter zu trotzen – schließlich stehen die ikonischen Traditionen des Rheinlands im Mittelpunkt.