Wie das EEG 2000 Deutschlands Solarbranche für immer veränderte
Deutschlands Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) revolutionierte die Solarbranche des Landes, nachdem es am 1. April 2000 in Kraft trat. Das Gesetz löste einen Photovoltaik-Boom aus und trug maßgeblich zum Wachstum des globalen Solarmarkts bei. Für Unternehmen wie Solar-Partner Süd wurde das EEG zum Wendepunkt ihres Erfolgs.
Gerhard Weiße begann bereits 1979 mit dem Bau von Solaranlagen – lange bevor es das EEG gab. Seine erste Photovoltaik-Anlage, ein 1,1-Kilowatt-System, ging 1996 ans Netz und funktioniert bis heute. Die frühen Solarprojekte waren bescheiden und meist auf maximal fünf Kilowatt begrenzt.
Mit der Einführung des EEG im Jahr 2000 änderte sich die Situation grundlegend. Die garantierten Einspeisevergütungen sicherten Solarstromerzeugern feste Zahlungen für den ins Netz eingespeisten Strom – und befeuerten so die Nachfrage. Der Europäische Gerichtshof bestätigte später, dass diese Vergütungen bis 2021 nicht als staatliche Beihilfe galten, was rechtliche Unsicherheiten ausräumte.
Solar-Partner Süd, das Unternehmen von Weiße, profitierte von den neuen Regelungen. Um die steigende Nachfrage zu bedienen, bezog es Module von Lieferanten wie Isofoton, Kyocera und Solarworld. Doch in den frühen 2000er-Jahren konnte das begrenzte Angebot kaum mit dem Nachfrageansturm mithalten. Im Laufe der Zeit wurde das EEG mehrfach überarbeitet, um sich an Marktveränderungen und technologische Fortschritte anzupassen.
Die Wirkung des EEG reichte weit über Deutschland hinaus und prägte die globale Solarindustrie. Unternehmen wie Solar-Partner Süd expandierten rasant, während die Stabilität des Gesetzes langfristige Investitionen förderte. Noch heute dient die seit 1996 laufende Anlage als Mahnmal dafür, wie weit die Solartechnologie gekommen ist.






