WM-Fieber verwandelt Büros in improvisierte Wettzentren mit skurrilen Einsätzen
Johanna PetersWM-Fieber verwandelt Büros in improvisierte Wettzentren mit skurrilen Einsätzen
Die Fußball-Weltmeisterschaft der FIFA hat ungewöhnliche Veränderungen in Arbeitsabläufen und Alltagsroutinen mit sich gebracht. Aus Halle 4 wurde ein improvisiertes Wettbüro, in dem Kollegen auf die Spiele wetten. Die Einsätze reichen von Essen und Sprit bis hin zu Autoteilen – und niemand nimmt sich während des Turniers frei.
Pro Spiel werden mehr als drei Dutzend Wetten abgeschlossen. Beim Spiel Kroatien gegen Ghana setzten 37 Kollegen ihr Glück aufs Spiel, jeder mit einem anderen Einsatz. Zu den ungewöhnlichen Wetten gehörten ein Döner, ein voller Benzintank und vier Sommerreifen.
Doch die Versuche, das Ergebnis zu beeinflussen, gehen über reine Wetten hinaus. Ein Mitarbeiter bezahlte seine Tochter Hatice 15 Euro, damit sie für den Sieg Deutschlands im Eröffnungsspiel gegen Curaçao betet – und tatsächlich gewann die Mannschaft mit 7:1. Doch Gebete helfen nicht immer, wie das Spiel Frankreich gegen Italien zeigte. Auch die gläubigsten Nationen haben den Pokal bisher nicht gewonnen.
Die Weltmeisterschaft hat den gewohnten Arbeitsrhythmus durcheinandergebracht. In den Büros wird eifrig gewettet und die Ergebnisse verfolgt. Die Spannung des Turniers hält alle in Atem – eine Pause gibt es erst nach dem Schlusspfiff.
