13 February 2026, 12:41

Wohnungsbau in Deutschland erreicht 2026 den Tiefpunkt – dann folgt zaghafte Erholung

Eine Baustelle mit einem großen Gebäude, wahrscheinlich der Europäischer Union-Hauptsitz, umgeben von Bäumen, Pfählen und Lichtern unter einem bewölkten Himmel.

Ifo: Europäische Bauindustrie setzt auf kräftiges Wachstum - Wohnungsbau in Deutschland erreicht 2026 den Tiefpunkt – dann folgt zaghafte Erholung

Deutschlands Wohnungsbau steht vor einem deutlichen Rückgang – dann folgt eine langsame Erholung

Prognosen zufolge wird die Zahl der fertiggestellten Wohnungen 2026 ihren Tiefstand erreichen, bevor sich die Lage allmählich bessert. Währenddessen zeigt die europäische Bauwirtschaft insgesamt Anzeichen für ein moderates Wachstum.

Offizielle Zahlen zu den Wohnungsfertigstellungen in Deutschland für das Jahr 2025 lagen Anfang 2026 noch nicht vor. Schätzungen gehen von 210.000 bis 230.000 Wohneinheiten aus. Einige Analysten, darunter das ifo Institut, erwarten jedoch einen stärkeren Rückgang auf nur 185.000 im Jahr 2026 – den niedrigsten Stand in dieser Periode.

Erst ab 2027 könnte sich die Situation langsam verbessern: Dann werden voraussichtlich 205.000 Wohnungen fertiggestellt, 2028 könnten es 215.000 sein. Doch wie schnell die Erholung voranschreitet, bleibt ungewiss.

Europas Bauwirtschaft wächst – wenn auch verhalten Für den europäischen Bausektor wird 2024 ein Wachstum von 2,4 Prozent erwartet, das sich bis 2027 auf 2,2 Prozent und bis 2028 auf 1,9 Prozent leicht abschwächt. Treiber dieser Entwicklung sind sowohl der Wohnungsbau als auch der Tief- und Ingenieurbau. Bis 2028 könnten die Marktvolumina in diesen Bereichen um 7,5 Prozent steigen, während der Gewerbe- und Industriebau im gleichen Zeitraum ein Plus von 4,7 Prozent verzeichnen könnte.

Deutschland: Baugenehmigungen steigen – doch die Umsetzung stockt Aktuelle Daten zeigen zwar einen leichten Anstieg der Genehmigungen für Wohngebäude, doch bis daraus fertige Wohnungen werden, wird es dauern. Zudem könnte der vom Bund aufgelegte Sonderfonds zur Förderung des Wohnungsbaus seine Wirkung verfehlen – etwa wegen verzögerter Mittelbereitstellung oder Auflagen.

Ausblick: Langsame Besserung, aber viele Unsicherheiten Während die Fertigstellungen 2026 ihren Tiefpunkt erreichen dürften, zeichnet sich danach eine zaghafte Erholung ab. Der europäische Bausektor wächst zwar weiter, doch das Tempo lässt in den folgenden Jahren nach. Wie wirksam Deutschlands Sonderfonds tatsächlich sein wird, bleibt offen – die weitere Entwicklung hängt stark von Genehmigungsverfahren und der allgemeinen Wirtschaftslage ab.